Initiative Jugendarbeit
Allgemeines Ziel
Die „Initiative Jugendarbeit" ist die offensive Ausrichtung auf alle Kinder und Jugendlichen im Kreis Pinneberg. "Jugendarbeit, heraus aus dem Verborgenen" könnte das Leitmotiv dieser "Gehstruktur" sein. Vielen jungen Menschen sind die unterschiedlichen Angebote der Jugend(verbands- und freizeit)arbeit bekannt, sie haben sie aber noch nicht besucht oder erlebt. Diese Brücken wollen wir mit gezielten Angeboten schlagen. Dabei ist es beabsichtigt, mit Schulen, Ausbildungsstellen und auch Firmen zusammen zu arbeiten und über Methoden bzw. Konzepte der Bildung und Persönlichkeitsentwicklung ins Gespräch zu kommen. Natürlich sind alle Angebote freiwillig und garantieren damit, dass sie dicht an den "Interessen, Erfahrungen, Bedürfnissen und emotionalen Befindlichkeiten der jungen Menschen dran sind.
Außerdem wird die ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit vor Ort in das Zentrum des Handelns gestellt. Ausgehend von den Möglichkeiten und Ideen bestehender Gruppen in den Vereinen sollen offensive Aktivitäten entwickelt werden, die in die bestehenden Konzepte der Jugendarbeit passen. Es sollen keine neuen Projekte aufgebaut werden.
Dabei gilt es "die Balance zwischen Förderung, Unterstützung und Hilfestellung, sowie Autonomie zu wahren. Die entstehenden Aktivitäten sollen mit den pädagogischen Fachkräften (z.B. Jugendpflege) kooperativ abgestimmt werden. Dieser schonende Umgang mit den Ressourcen der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit verlangt besonderes pädagogisches Geschick.
Bei der Umsetzung des Themenschwerpunktes "Initiative Jugendarbeit" geht es um die Initiierung und Verbreitung von außerschulischen Bildungsprozessen, die der KJR mit Ehrenamtlichen und jungen Menschen zwischen Jugendarbeit, Schule und Wirtschaft in Gang setzen möchte. Die Erfahrungen bei Seminaren und Grundkursen zeigen, dass die Teilnehmer/innen in dem Gruppenprozess sehr viel lernen, welches ihnen zu mehr Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Selbstbewusstsein verhilft. Die Methoden und Führungsstile der Jugendarbeit sollen gern mit anderen Bildungseinrichtungen ausgetauscht und probiert werden. Da sich viele Schulen auf dem Weg zur offenen Ganztagsschule befinden ist hier ein steigendes Interesse an Austausch vorhanden.
Aufbau und Fortentwicklung außerschulischer Jugendbildung in Zusammenarbeit mit Jugend(vereinen), Schule und Wirtschaft
Ziel / Grundlage
Jugendarbeit im Verein ist ein freiwilliges und kostengünstiges Angebot, welches einer Vielzahl junger Menschen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten zur Verfügung steht. Selbstorganisation und ehrenamtliches Engagement sind tragende Säulen dieses Systems.
Das Zusammenwirken in Gruppen bewirkt bei jungen Menschen, dass sie sich miteinander auseinander setzen, Ziele formulieren und gemeinsame Wege mit Höhen und Tiefen durchleben. Dieser Prozess hat zur Folge, dass die Teilnehmer/innen Kompetenzen erwerben und Beziehungen eingehen, die ihnen in der Bewältigung von Alltagsproblemen sehr hilfreich werden. Jugendarbeit hat im Umgang mit Freiwilligkeit und Motivation ein hohes Maß an Kompetenz, die im Alltag nicht reflektiert, sondern als gegeben hingenommen wird.
Im Ergebnis werden aber elementar wichtige Inhalte wie Ausdauer, Teamfähigkeit und soziales Engagement vermittelt, ohne dass dies als Bildungsleistung" (= außerschulische Jugendbildung) verstanden wird.
Ziel des Arbeitsschwerpunktes beim KJR ist es, Angebote der Jugendarbeit in der Breite zu steigern und die Vereinsarbeit zu unterstützen. Dabei sollte die Zusammenarbeit mit anderen "Bildungsebenen" gesucht werden, da insbesondere durch den Umbau der Schulmodelle, aber auch durch die Erwartungen der Ausbildungsstätten die bestehenden Zeitrealitäten und Anforderungen sich weiterhin verändern werden.
Es ist beabsichtigt in Kooperation mit Schule und Wirtschaft, jungen Menschen aufzuzeigen wie das Alltagsleben in Betrieben abläuft; aber auch den Verantwortlichen dort mitzuteilen, in welchem Klima junge Menschen sich herausfordern lassen. Angewandte Methoden sollten gegenseitig transparent gemacht und ausgetauscht werden.
Besondere Beachtung verdient die Jugendarbeit im ländlichen Raum, die i.d.R. ohne pädagogische Anleitung und Beratung auskommen muss. Es bestehen seitens der Jugendlichen neben dem Vereinsangebot auch berechtigte Erwartungen in Richtung öffentlicher Treffpunkte vor Ort. Für die dort eingesetzten, z.T. ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen sind besondere Hilfestellungen in Konzeptberatung, sowie in Aus- und Fortbildung notwendig. Etwaige Aktionen dort sind mit den kommunalen Jugendpflegen der Großgemeinden und Städte, sowie mit der Kreisjugendpflege abzustimmen um personelle Ressourcen effektiv einzusetzen.
Rechtlicher Rahmen
A) Satzung des KJR, § 4
- Jungen Menschen und den Verbandsmitgliedern ermöglichen, Erfahrungen in
Jugendfragen auszutauschen. - Gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft der Zusammenarbeit innerhalb der Jugend fördern.
- Gemeinsame Aktionen anregen und durchführen.
B) Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)
§§ 11 und 12
C) Jugendförderungsgesetz (JuFöG)
§§ 3 und 4 und Abschnitt II ganz
Zielgruppen
- Junge Menschen ab 14 Jahren, wobei die Grenzen nach oben und unten fließend sind und von den Bedingungen vor Ort abhängen
- Vereine, Verbände, ggf. Initiativen
- Schulen, Ausbildungsstätten
- Multiplikatoren, die Verantwortung in der Jugendarbeit tragen
- Ehrenamtlicher Anteil
- Ausschuss für Aus- und Fortbildung beim KJR
- Die vielen Aktiven in den Vereinen vor OrtInhalt / Leistungsmerkmale
Der offensive Ansatz von Jugendarbeit mit dem Ziel bestehende Angebote weiter zu entwickeln und Kooperationen zu vermitteln muss in der konkreten Ausgestaltung flexibel sein und sich auf die Bedürfnislagen der Beteiligten einstellen. Daher kann es keinen klar umrissenen Maßnahmenkatalog geben.
Bisher gibt es Vorstellungen, die der Arbeitsausschuss im KJR formuliert hat. Diese gilt es mit Leben zu füllen und in den jährlichen Geschäftsberichten zu reflektieren:
- Beratung in den Vereinen verschiedener Orte des Kreises Pinneberg
- Entwicklung von Aktivitäten in den Vereinen
- Fortbildungen für ehrenamtliche MitarbeiterInnen in Vereinen und in Jugendtreffs im Kreis Pinneberg
- Erlebnispädagogische Angebote fördern
- Aktionstage mit Auszubildenden und ihren Verantwortlichen
- weitere Grundkurse/ Grundausbildung für Jugendgruppenleiter
- Vermittlung von Referenten und Material
- Kooperation von Jugendarbeit, Schule und Wirtschaft
Konkrete Fortsetzungen ab 2007
- Koordination und Einsatz des Cocktail Mobils
- Koordination der „Jugendinitiative mit Pfiff" (Wettbewerb der
Aktivangebote in Jugendarbeit, Schule und Freizeit) - Begleitung der Jugendsammlung
Kennzahlen zeitlicher Umfang
Vollzeit (39 Std.) pädagogische Fachkraft
Stundenanteile Verwaltung
Stundenanteile Geschäftsführer und dessen Vertreterin
News
Kreisjugendring Pinneberg e.V.
Düsterlohe 5
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